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Stricken leicht gemacht ? Wie man als Anfänger den Einstieg findet

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Stricken nur für betagte Damen infrage kam. Es galt allgemein als altmodisch und bieder die Nadeln zu schwingen und die Enkelkinder wussten die selbstgestrickten Strümpfe von Oma nicht immer zu schätzen.
Aber die Wahrnehmung von Handarbeit hat sich in den letzten Jahren völlig gewandelt, DIY (Do It Yourself) liegt im Trend: Die Möglichkeit eigene Ideen für Kleidungsstücke oder Dekoration einfach direkt selbst umzusetzen und damit nicht nur sich, sondern auch seinen Lieben eine Freude zu machen, begeistert viele Menschen. Im Internet gibt es inzwischen zahlreiche inspirierende Vorlagen und Muster, sodass letztendlich auch einen Handarbeitsmuffel  das Strickfieber packt. Ohne Vorkenntnisse ist dies selbstverständlich nicht zu schaffen und so sollte man sich erstmal über ganz grundsätzliche Dinge informieren, bevor mit dem ersten Projekt loslegen kann. Nachfolgend habe ich euch ein paar sinnvolle Tipps und Hilfestellungen für Anfänger zusammengetragen.

Deine Erstausstattung
Zum Gülcklichsein braucht es gerade beim Stricken am Anfang nicht viel. Stricknadeln und Wolle sind natrlich das Wichtigste, das ist wohl jedem klar. Darber hinaus benötigt man aber auch schon ein Maßband und eine Stoffschere, damit man mit dem Stricken loslegen kann. Diese Dinge lassen sich problemlos sowohl online, als auch im Handarbeitslädchen nebenan erwerben.

Die richtige Nadelstärke auswählen
Dabei sollte man bereits bercksichtigen, dass die Stärke der Stricknadeln zu der Wolle passen muss, diese Information ist aber bei der Wolle genau vermerkt, online findet ihr die Angabe z.B. immer in der Produktbeschreibung. Ich rate euch die größte erhältliche Nadelstärke auszuwählen, denn nach meiner ersten Erfahrung neigt man als Anfänger dazu die Nadeln zu verkrampft festzuhalten, das lässt die Maschen manchmal zu klein werden. Eine große Nadelstärke lässt sich leichter führen, um die Maschen locker zu arbeiten.

Ein Garn finden, das sich leicht verarbeiten lässt
Bei der Auswahl des Garns ist es besonders wichtig, dass du darauf achtest, dass das Garn nicht zu dünn ist. Denn je dicker die Wolle ist, desto leichter lässt sie sich verarbeiten. Motivierend ist dabei, dass bei dickerem Garn die fertigen Reihen schneller sichtbar sind, sodass du dich bald über erste Erfolge freuen kannst und motiviert weiterarbeitest. Außerdem hilft es, wenn deine erste Wolle eine glatte Struktur hat, denn auch das macht es dir leichter deine ersten Maschen anzufertigen.

Die ersten Projekte
Wie bei jedem Anfang gilt auch hier: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Natürlich ist es verlockend die kreativen Ideen und Schnitte, die man im Kopf hat sofort umzusetzen, aber wer sich zu viel vornimmt, der verliert langfristig den Spaß an seinem Hobby. Deswegen ist es ratsam mit geraden und großmaschigen Stücken zu beginnen. Ein Winterschal zum Beispiel ist auch für Anfänger schnell gestrickt, sodass die Ungeduldigen unter euch bald Erfolge sehen. Wer aber zunächst ein paar Techniken üben möchte, kann sich auch einfach an ein paar kleinen, quadratischen Musterstücken versuchen. Mit ein bisschen Gülck lassen sich diese später zu einer tollen Patchworkdecke verarbeiten, sodass ihr sogar eure ersten Gehversuche in der Welt des Strickens mit einem individuellen Stück dokumentieren könnt.