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Das Mona-Lisa-Virus

Das Mona Lisa Virus

In Amerika verschwindet eine Gruppe von Schönheitsköniginnen und taucht durch Operationen entstellt wieder auf. In Leipzig sprengen Unbekannte das Alte Rathaus, und in Mailand wird ein Da-Vinci-Wandgemälde zerstört. Gleichzeitig verbreitet sich auf der ganzen Welt ein Computervirus, das Fotodateien systematisch verändert. Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Die Frage muss sich die Bostoner Wissenschaftlerin Helen Morgan stellen, als ihre Tochter entführt wird und die Spur nach Europa führt - hinein in ein Komplott, das in der Schaffung des berühmten Mona-Lisa-Gemäldes vor 500 Jahren seinen Anfang zu haben scheint..
Am Anfang hatte ich einige Probleme in die Story hineinzufinden, dadurch das man gleichzeitig ziemlich viele Handlungsstränge verfolgt. Auch die Perspektivenwechsel haben mir einiges an Konzentration abverlangt. So packen nicht nur Klappentext, Prolog und das erste Kapitel den Leser, sondern zwingen ihn auch sich schnell mit verschiedenen Akteuren vertraut zu machen. In Kapitel 5 kommt noch ein Zeitsprung ins 1500 Jahrhundert dazu. Doch nach und nach bildetet sich ein Bild und man kann sich auf die Geschichte einlassen. An der Seite von Agent Millner und auch Helen fängt man an zu ermitteln und gerät in einen ziemlichen Sog, an dem man irgendwann das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Dabei fand ich vor allem diese beiden Personen sehr gut ausgearbeitet. Sie wirken lebendig mit spürbaren Ecken und Kanten.
Ein komplexer Thriller der unheimlich facettenreich ist. Anfangs gibt es zwar einige Anlaufschwierigkeiten, aber sobald man drin ist, ist man der Story komplett verfallen. Abgründig, wendungsreich und packend. Die Perspektiven können da durchaus unterschiedlich sein und sie (die Schönheit) ist ja auch immer relativ.„Das Mona Lisa Virus“ ist ein spannender Thriller, der gut recherchiert mit vielen Handlungssträngen in den Bann zieht.